Angst, Enge und die Ungewissheit, was gerade über einem passiert. So hätte es in der Schutzanlage unter dem Frobenius-Gymnasium kommen können. Zum Glück trat der Ernstfall nicht ein. Der Dritte Weltkrieg, vor dem sich die Menschen besonders zwischen 1946 und 1990 fürchteten, fand nicht statt. Der Bunker, der in den 80er-Jahren zum Schutz vor einem Bombenangriff errichtet wurde, musste nie in Anspruch genommen werden.
Das vergangene Schuljahr war kein normales Jahr! Corona wirbelte das Schulleben gehörig durcheinander und das bekamen auch die Teilnehmerinnen am naturwissenschaftlichen Wettbewerb „Experimente antworten“ zu spüren. Lara Fella, Lisa Markard und Franzi Manger vom Frobenius-Gymnasium in Hammelburg hatten sich im Frühjahr den Aufgaben der 2. Runde gestellt. Hobbyraum, Küche und Garage waren zum Labor geworden, um Problemfragen rund um die Schokolade zu beantworten. Die Schülerinnen untersuchten die Schokolade nicht nur, sondern stellten auch eigene Schokoladenkreationen her. Den Energiegehalt ihrer Schokolade überprüften sie, indem sie tatsächlich eine kleines Stückchen anzündeten!
Wir gratulieren Leonie Heid (6b) und Jonas Potschka (8a), die dieses Schuljahr erfolgreich an der jährlich stattfindenden Mathematikolympiade Bad Kissingen (MOBAK) teilnahmen. Die MOBAK ist ein Ableger der Fürther Mathematikolympiade (Fümo), welche 1992 für ganz Bayern ins Leben gerufen wurde und dezentral in den einzelnen Regierungsbezirken landkreisweit organisiert wird. Der Wettbewerb verläuft hierbei über das gesamte Schuljahr in zwei sogenannten Hausaufgabenrunden: In einem vorgegebenen Zeitraum bearbeiten die Schüler zuhause die von der Fümo zuvor festgelegten.
Vier Schülerinnen aus der 10. Jahrgangsstufe wurden zu Profis in Sachen nachwachsender Rohstoffe. Sie nahmen am DECHEMAX-Wettbewerb teil, der jährlich von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. deutschlandweit ausgeschrieben wird. Das Thema des Wettbewerbs „Bioökonomie“ ist auch das Motto des Wissenschaftsjahres 2020. Es geht um die Umwandlung einer auf Erdöl basierenden Marktwirtschaft hin zu einer Wirtschaft, die auf nachwachsende Rohstoffe setzt. Reifen aus Löwenzahnmilch oder Dübel aus Rizinusöl - haben solche Produkte auch die Eigenschaften, die sie haben müssen? Ist ihre Herstellung wirtschaftlich? Oder ist die Massenproduktion solcher Produkte nicht sogar die Quelle für neue Probleme?
Zu der zweiten Runde des 22. Landeswettbewerbs Mathematik waren 417 von 1188 Teilnehmern der ersten Runde zugelassen. 218 dieser 417 haben auch in der zweiten Runde Lösungen eingereicht. Darunter befanden sich auch vier Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums. Sehr große Freude bereitet es uns, dass wir dieses Jahr einen Landessieger an unserem Gymnasium haben. Elias Schrapel (Klasse 10b) erreichte elf von 12 Punkten. Nur sechs Teilnehmer waren besser als er, indem sie die volle Punktzahl 'abräumten'.
Zu den anderen fleißigen Teilnehmern gehören Lea Ulsamer (9a), Johann Ruppert (9a) sowie eine weitere Schülerin der Klasse 9a. Weitere Informationen zum Wettbewerb lassen sich unter www.lwmb.de finden. Auch in diesem Jahr hoffen wir, dass wir wie im letzten Jahr zu den erfolgreichsten Schulen zählen und prämiert werden.
M. Potschka.
Am 12.03.2020, also einen Tag bevor der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in Reaktion auf die Ausweitung der Corona-Pandemie die Schließung aller Schulen, Kindergärten, Kitas und noch eine ganze Reihe anderer Maßnahmen bekannt gab, besuchte Ilan Katz, ein pensionierter und passionierter Geschichts- und Politiklehrer aus Israel, das Frobenius-Gymnasium. Initiiert und organisiert wurde dies vor Ort von der Fachschaft Religion in Kooperation mit der Fachschaft Sozialkunde. In zwei Vorträgen - zum einen vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9+, zum anderen im Anschluss vor Schülerinnen und Schülern der Q11 und Q12 - gab Ilan Katz einen Vorgeschmack darauf, wie es sich anfühlt, wenn der Staat in die Lebensgestaltung eingreift. So schilderte Herr Katz im aktiven Gespräch mit seinen jungen Zuhörern, wie weit ein religiöser Staat das tägliche Leben seiner Bürger mitbestimmt, auch wenn er sich als Demokratie definiert.
Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer und mit ihr der Eiserne Vorhang, der mitten durch Europa und mitten durch Deutschland verlief.
In diesen Tagen erinnern wir uns daran, dass vor 30 Jahren die größte Bedrohung der Nachkriegszeit friedlich zu Ende ging. Der Kalte Krieg, d.h. der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und den sog. Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion, definierte sich wesentlich als Systemkonfrontation zwischen Kapitalismus im Westen und Sozialismus bzw. Kommunismus im Osten. Auch wenn dieser globale Konflikt nie in seinem ganzen Zerstörungspotential ausgefochten wurde, gab es eine ganze Reihe sog. Stellvertreterkriege (z.B. Koreakrieg, Vietnamkrieg, Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan), die die permanente Bedrohungslage immer wieder deutlich vor Augen führten.
