
Zwei Teams aus insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b des FGH hatten in der 1. Runde des Wettbewerbs „Experimente antworten“ mit großem Erfolg teilgenommen. Sie waren damit zugleich in die 2. Runde dieses naturwissenschaftlichen Schüler-Wettbewerbs gekommen. Unter dem Motto „Eine faire Sache!“ ging es hierbei nun um die Erforschung von Biokunststoff. Der kann fair und aus nachhaltig gehandeltem Material hergestellt werden oder einfach selbst in der Küche produziert werden. So konnten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus H-Milch und Essig einen Kunststoff herstellen.
Die Schülerinnen und Schüler des biologisch-chemischen Praktikums nahmen in diesem Jahr erstmals am Citizen Science-Projekt „FLOW: Fließgewässer erforschen – gemeinsam Wissen schaffen“ teil. Die Idee für die Teilnahme kam von Tina Bauer, die das Projekt Bürgerwissenschaftliche Arterfassungen am Biosphärenreservat Rhön leitet und das Frobenius-Gymnasium als Biosphärenschule angefragt hatte.

„Citizen Science“ ist auch unter dem deutschen Begriff „Bürgerforschung“ bekannt. Dabei werden wissenschaftliche Forschungsprojekte unter Mithilfe von interessierten Laien, also Bürgern, durchgeführt. Die wissenschaftlichen Laien recherchieren, melden Beobachtungen, führen Messungen durch oder werten Daten aus. Beim FLOW-Projekt geht es darum, den ökologischen Zustand von Bächen und kleinen Flüssen standardisiert zu bewerten und zu dokumentieren. Durch diese Gewässeruntersuchungen wird eine umfassende Datenbank zum Zustand der deutschen Bäche aufgebaut, die zur Fließgewässerforschung beiträgt und als Basis für gezielte Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen dienen kann. Im Jahr 2023 beteiligen sich deutschlandweit 80 Freiwilligen-Gruppen am FLOW-Projekt, wovon der BCP-Kurs des FGH eine ist. Nach einer Schulung am 28. April im Rahmen des normalen BCP-Unterrichts durch Tina Bauer und Felix Räder, der Ranger am Biosphärenreservat Rhön ist, ging es eine Woche später, also am 5. Mai an das ausgewählte Fließgewässer, einen Abschnitt des Fuchsstädter Bachs kurz vor der Mündung in die Fränkische Saale.
Praktische Übungen am Frobenius-Gymnasium mit professioneller Unterstützung vom Institut Romeis
Am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg können naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe am biologisch-chemischen Praktikum (BCP) teilnehmen. In diesem Fach aus dem Zusatzangebot der Qualifikationsphase beschäftigen sich die Lernenden handlungsorientiert und vertieft mit Denk- und Arbeitsweisen der Biologie und der Chemie. „Der Umgang mit dem Mikroskop und das Herstellen von mikroskopischen Präparaten ist fester Bestandteil des Unterrichts im BCP.“ erzählt Lehrerin Christine Kreß. In diesem Schuljahr stellte sie den Kontakt zu einem der vielen Labore im Landkreis her: Das Institut Romeis Bad Kissingen GmbH führt mikroskopische Untersuchungen z. B. im Rahmen der Analyse von Getränken für ihre Kunden durch. Sabina Jaborek-Hugo arbeitet dort in diesem Bereich. Sie besuchte die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und brachte Schimmelpilze, Hefen und Bakterien mit, die in Lebensmitteln gefunden werden können. „Schimmelpilze wie den Gießkannenschimmel Aspergillus kennen sicherlich viele von einem vergessenen Pausenbrot. Auch in Säften und anderen Getränken können sich diese Mikroorganismen bei unsachgemäßer Lagerung vermehren. Ihre Giftstoffe sind gefährlich für den Menschen.“ berichtet die erfahrene Mitarbeiterin, die selbst am Frobenius-Gymnasium Abitur gemacht hat.
Erfolgreiche Schülerinnen des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg bei der 1. Runde des Wettbewerbs "Experimente antworten"

„Die Milch macht´s?“ - unter diesem Motto stand die 1. Runde des naturwissenschaftlichen Schüler-Wettbewerbs „Experimente antworten“ im aktuellen Schuljahr. Neun begeisterte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b des Frobenius-Gymnasiums machten sich unter diesem Motto in ihrer Freizeit daran, Vollmilch, Kondensmilch und Hafermilch zu erforschen. „Zuerst mussten wir die vier Hauptbestandteile von Vollmilch recherchieren. Das sind Wasser, Zucker, Fett und Eiweiß!“ berichtet Lotta, die mit ihrer Freundin Sue am Wettbewerb teilgenommen hat. Danach ging es ans Experimentieren: Mit Geräten aus Küche und Haushalt mussten die Nachwuchsforscherinnen und -forscher zunächst die Inhaltsstoffe nachweisen und dann die Dichte von Milch und den anderen Flüssigkeiten messen. „Dazu mussten wir mit Sand und einem Reagenzglas selbst ein Dichte-Messgerät bauen.“ erzählt Nico vom Jungs-Team. Für besonderes Staunen sorgte ein faszinierendes Farbenspiel von Milch in einem Teller: „In die Mitte haben wir etwas Lebensmittelfarbe gegeben und dann ein Wattestäbchen, das in etwas Spülmittel getaucht war, in die Mitte des Tellers gehalten. Es sind farbige Kreise entstanden!“ berichtet Mia vom zweiten Mädchen-Team. Auch die Eltern waren bei dieser Wettbewerbsrunde mit von der Partie; galt es doch die verschiedenen Versuchsmaterialien zu besorgen und die Kinder beim Experimentieren zu beaufsichtigen.