Frobenius-Gymnasium Hammelburg jetzt in allen fünf Handlungsfeldern Biosphärenschule

Hammelburg – Das Frobenius-Gymnasium ist auch weiterhin Biosphärenschule und hat sein Engagement sogar ausgebaut. Bei der Rezertifizierung wurde die Schule in allen fünf Handlungsfeldern ausgezeichnet: Ernährung, Ökologie, bauliche Maßnahmen, Soziales und Kooperation sowie Konsum. Am 5. Oktober überreichten Dr. Joachim Schneider vom Naturerlebniszentrum Rhön und Katharina Maisch von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, die die Rezertifizierung durchgeführt hatten, die neuen Plaketten. Entgegengenommen wurden sie von Schulleiter Martin Steinel sowie Thomas Müller und Christine Kreß, den Ansprechpartnern für die Biosphärenschule am Gymnasium.

Das Gymnasium trägt den Titel Biosphärenschule seit 2021. Damals war es für die Bereiche Ernährung, bauliche Maßnahmen und Konsum zertifiziert. Neu hinzugekommen sind nun Ökologie sowie Soziales und Kooperation. Für das Zertifikat müssen Schulen in mindestens zwei der fünf Felder besonderes Engagement nachweisen. Das Gymnasium erfüllt diese Anforderung jetzt in allen Bereichen.

Wie das im Schulalltag aussieht, zeigt ein Beispiel aus dem Bereich Ökologie: Gemeinsam mit dem Naturerlebniszentrum hat die Schule ein Modul zum Ökosystem Gewässer für die 6. Jahrgangsstufe entwickelt. An einem Seitenarm der Fränkischen Saale in Schulnähe suchen die Schülerinnen und Schüler Wasserlebewesen und bestimmen sie. Aus ihrem Vorkommen leiten sie die Gewässergüte ab. Außerdem messen sie die Fließgeschwindigkeit, digital mit einem Sensor und ganz analog mit Korken, die sie nach einer festgelegten Strecke wieder einfangen. So entsteht ein Vormittag, der Naturerlebnis direkt vor der Haustür bietet.

Auch im Bereich Soziales und Kooperation engagiert sich die Schule über das Schulhaus hinaus. Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am DemokratieFEST des Aktionskreises „Gemeinsam stark für Demokratie“ der Stadt Hammelburg. Dort erprobten sie ein demokratisches Speed-Dating, das den Besucherinnen und Besuchern einen lebendigen Austausch ermöglichen sollte. Eine Schülergruppe zog mit selbst gestalteten Schildern durch die Innenstadt, um auf den Stand aufmerksam zu machen.

Mit dem Zertifikat werden Schulen im Biosphärenreservat ausgezeichnet, die ihren Schülerinnen und Schülern Natur-, Kultur- und Heimaterfahrungen im direkten Umfeld ermöglichen. Dass die Zusammenarbeit lebendig bleibt, zeigt sich auch im gerade begonnenen Schuljahr: Im Rahmen der Partnerschaft erlebten die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe bereits das Ökosystem Boden. Dieser Lebensraum wird oft unterschätzt, ist aber für unser Leben und unsere Ernährung von großer Bedeutung. Die Jugendlichen untersuchten hautnah die Versickerungsgeschwindigkeit, die Bodenlebewesen und den Stickstoffgehalt.

Für die Zukunft blickt die Schule gespannt auf den neuen Schulcampus, der möglicherweise schon im kommenden Schuljahr bezugsfertig ist. Welche neuen Möglichkeiten sich dort für die Arbeit als Biosphärenschule ergeben, wird sich zeigen.“

Foto Rezertifizierung: Jasmin Bäuml

Fotos Bodenprojekt: Christine Kreß