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Frobenius-Gymnasium

Frobenius-Gymnasium beim

2. Internationalen Friedenslauf

von Ein Gedi vertreten – oder doch nicht?

Hammelburg – Ein Gedi: „Ein sportliches Zeichen zu setzen für Frieden und Toleranz über politische, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg und einen Rahmen zu schaffen für ein respektvolles Miteinander aller Menschen im Nahen Osten in der Hoffnung auf dauerhaften Frieden und gute Nachbarschaft.“ So die Ankündigung in der Presse. Das klang gut und dazu machten sich Jonathan Kinle, Emily Losasso, Paula Hepp und Eva-Maria Conrad vom Frobenius-Gymnasium Hammelburg vom 10.02. bis zum 18.02. auf den Flug nach Israel.

Weiterlesen: 2. Internationaler Friedenslauf in Ein Gedi

Taizé 11

 

Coproduktion: Taizéfahrt gemeinsam mit Friedrich-List-Gymnasium Gemünden

Vom 1. bis zum 5. Juni 2011 erlebten 19 SchülerInnen und Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse gemeinsam mit Frau Conrad, Herrn Schneider und Herrn Kern in Taizé, ein religiös orientierter internationaler Jugendtreff, eine interessante und lehrreiche Zeit. Zusammen mit mehr als 4000 anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt lernten sie mit Hilfe der dortigen Lebensweise einerseits viele neue Leute andererseits auch sich selbst kennen.

 

auf dem Weg zum Essen

in der Kirche

 

In den freiwilligen kleinen Gesprächsgruppen wurde ihnen der Glaube mit Spaß verbunden nahe gebracht und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Auch die drei Gebetszeiten pro Tag, die teilweise in der Kirche aber auch in den Betten verbracht wurden, war ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufs.  Erstaunlicherweise entschlossen sich sehr viele Jugendliche regelmäßig an den Gebeten teilzunehmen, veranlasst durch die tolle Stimmung während der gemeinsamen Gesänge. Gemeinsamkeit zog sich durch den ganzen Tag, denn auch am Abend versammelte sich der Großteil der Teilnehmer am Oyak, ein Platz für verrückte Spiele, wie "Christenpogo", und zum Musizieren.

 

 

Um mehr über die Lebensweise der Brüder in Taizé zu erfahren, wurde Bruder Wolfgang aus Bayern interviewt:

 

 

Wir: Wie lange sind sie schon Bruder und aus welchem Grund sind sie ausgerechnet in Taizé gelandet?

Bruder Wolfgang: Ich bin seit 1976 Bruder. Schon als Jugendlicher bin ich selbst sehr gerne nach Taizé gekommen und war fasziniert von diesem Ort, was der eigentliche Auslöser war. Besonders die Landschaft, die Jugendtreffen, also der Kontakt zu anderen Menschen und die Glaubensfreiheit haben es mir angetan.

Wir: Wie sieht der Tagesablauf eines Bruders hier aus und welche Voraussetzungen braucht ein Bruder für Taizé?

Bruder Wolfgang: Wir Brüder müssen glücklicherweise nicht so früh aufstehen, das heißt um 8 Uhr. Durch die ständig ankommenden und abreisenden Personen kommt es immer wieder zu neuen, abwechslungsreichen Situationen. Außerdem verbringen wir gemeinsam Zeiten der Stille, Gebete, wie auch Mahlzeiten. Selbstverständlich haben wir Computer und Fernseher, an dem es besonders während der Fußballweltmeisterschaft voll wird (grinsen). Voraussetzungen? Diese ändern sich von Zeit zu Zeit. Ich jedenfalls habe Theologie, Grafik und Design studiert. Und natürlich ist die Grundausbildung für Brüder notwendig. Die Brüder hier sind momentan zwischen 22 und 81 Jahren alt, weil kürzlich zwei ältere Brüder verstorben sind. Diese begraben wir auf dem alten Friedhof vor der romanischen Kirche.

Wir: Wie wird die Communauté hier finanziert und wie kam es zu der besonders ausgefallenen Kirche?

Bruder Wolfgang: Die Kosten werden komplett von der Communaté gestemmt. Oh, das ist eine einfache Geschichte. Im Jahr 1971 kündigten sich so viele Jugendliche an, dass die Kirche maßlos überfüllt gewesen wäre. Daraufhin entschieden die Brüder für die Jugendlichen und rissen das hintere Ende der Kirche ab, um Platz zu schaffen. Naja, und jetzt sieht man das Ergebnis.

Wir: Können sie uns zum Schluss ein Ereignis nennen, dass eine Eigenschaft von Taizé beschreibt?

Bruder Wolfgang: Ich denke eine wichtige Eigenschaft, um Taizé zu beschreiben ist Hilfsbereitschaft. Ein Beispiel dafür ist eine irakische Flüchtlingsfamilie, die aufgrund der Asthmaerkrankung ihrer Tochter die stickige Pariser Luft verlassen musste.Sie fand bei uns sowohl eine Unterkunft als auch der Vater einen Job, da er seither in Taizé als Handwerker arbeitet. Außerdem wird die Familie finanziell sehr durch die Communaté unterstützt.

 

„B´reschit bara elohim et haschamaiim w´et haaräz haítah tohuwawohu” : “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüst und leer” – der Beginn der biblischen Schöpfungserzählung könnte gerade zu lesen sein auf der aufge schlagenen Tora-Rolle. Entziffern konnten unsere Schülerinnen und Schüler die hebräischen Buchstaben wohl nicht, aber ein Moment der Faszination war sicher da  beim Anblick eines solch wertvollen handgeschriebenen Pergaments!

Wie es seit vielen Jahren guter Brauch ist an unserer Schule, fuhr auch am 29.  November dieses Jahres die gesamte 9. Jahrgangsstufe (katholisch, evangelisch und „ethisch“) zum jüdischen Kultur- und Gemeindezentrum „Shalom Europa“ in Würzburg (Valentin- Becker-Straße) sowie zum „arbeitenden“ jüdischen Friedhof (Werner-von-Siemens-Straße), um das im Unterricht erworbene Wissen über die jüdische Religion und die Geschichte des Judentums in Deutschland an Ort und   Stelle zu erproben und zu vertiefen. In Gruppen wurden unsere Schüler durch die Synagoge, das Museum und über den Friedhof geführt. Es gab eine Menge zu   hören und zu sehen, und am Ende erwähnten unsere Führer sogar ausdrücklich die interessierte Haltung unserer Schüler.

 

 

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Die Präsentation zur Vorstellung der Mittelstufe PLUS und das Bewerbungsformular für das Schuljahr 2017/2018 finden Sie hier (hier klicken) in unserem Downloadbereich.