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Frobenius-Gymnasium

Aufgaben / Ziele des Ethikunterrichts

Vom Bildungsauftrag der Schule her führt der Ethikunterricht in anthropologische und philosophisch-ethische Sichtweisen und Problemstellungen ein, die die Grundlagen der menschlichen Existenz sichtbar machen und die verdeutlichen, dass der Mensch und die Gesellschaft auf Sittlichkeit angewiesen sind. Wesentlicher Bezugspunkt für den Ethikunterricht ist die Sinnfrage menschlichen Lebens. Handlungen des einzelnen oder der Gesellschaft sind verantwortlich an Grundsätze gebunden. Erst auf dem Fundament der Grundwerte ergeben sich Grundrechte, die es wiederum nicht ohne Grundverpflichtungen gibt.
In seinem inhaltlichen Festlegungen stützt sich der Lehrplan auf die sittlichen Grundsätze, auf denen unser Grundgesetz und die Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen beruhen, z. B. Menschenwürde, Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit. Dabei geht es jedoch nicht um eine politisch-soziologische Interpretation, sondern um die Verdeutlichung ihrer ethischen Relevanz. Es gilt, die Schüler mit den Grundwerten vertraut zu machen, ihre Urteilsfähigkeit zu entwickeln und sie zu einem weltorientierten Handeln zu befähigen. Ziel ist die Übernahme von Verantwortung in verschiedenen Lebensbereichen.

In einer Zeit schneller gesellschaftlicher Veränderungen und der Verunsicherung hat dieses Fach einen großen Beitrag zu leisten, um den Verlust von Orientierung und Sinnhaftigkeit des Lebens weiter Teile der Jugend abzufangen und Hilfen zur individuellen Lebensgestaltung und Lebensbewältigung zu geben. Für den Ethikunterricht in keiner pluralistischen Gesellschaft ist es unerlässlich, unterschiedliche weltanschauliche Standorte aufzuzeigen und sich mit ihnen auseinander zusetzen, Der Unterricht darf in keiner Weise ideologisch indoktrinieren, muss aber auch die Gefahr der Indifferenz vermeiden.

Alle Lehrplaninhalte und Lernziele bilden eine Einheit, Die Selbstfindung des einzelnen ist vom Zusammenleben mit den anderen Menschen nicht zu trennen, Das Zusammenleben der Menschen ist, ethisch gesehen, an Werten orientiert, Die sittliche Entscheidungsfähigkeit des einzelnen ist Voraussetzung für ein sinnvolles Leben.
Die Tiefe der Sinnfrage erschließt sich aber erst in der Auseinandersetzung mit weltanschaulichen, religiösen und philosophischen Deutungsansätzen.

Religionen im Ethikunterricht

Bei diesem Unterrichtsschwerpunkt geht es nicht um die Beeinflussung in missionarischer Absicht, sondern um Information, Vertiefung des Allgemeinwissens und um die Weckung von Verständnis für verschiedene religiöse Weltdeutungen, Es sollte aber für die Schüler erfahrbar werden, dass der Mensch seine Existenz in übergreifenden Zusammenhängen deuten kann, Religiöse Begriffe sollten mit Einfühlungsvermögen und in toleranter Haltung vermittelt werden.

http://www.zum.de/Faecher/Eth/SA/START.HTM – 15.03.09

Fachschaft Ethik

Der G8-Lehrplan für das Gymnasium in Bayern beschreibt das Selbstverständnis des Faches Ethik folgendermaßen:

„Das Fach Ethik unterstützt die Suche junger Menschen nach einer verlässlichen moralischen Orientierung in der Welt von heute.“

 

Im Schuljahr 20014/15 bestehen am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg Ethik-Kurse sowohl in der Unter- und Mittelstufe, als auch in der Oberstufe.

Nun scheint dies nicht sonderlich erwähnenswert zu sein. Ist es auch nicht! Vielmehr sollte man sich vor Augen führen, dass die Themenschwerpunkte, die in den einzelnen Kursen besprochen werden sich immer wieder auch in anderen Jahrgängen finden lassen (vgl. Übersicht im aktuellen G8-Lehrplan).

Was ist Ethik? - Eine knappe Begriffsklärung

 

Die Ethik ist eine Disziplin der Philosophie und beschäftigt sich mit der Lehre des Sittlichen. Diese wird in engem Zusammenhang mit den Regeln für moralisch richtiges Handeln bzw. ein gelungenes und geglücktes Leben entwickelt. Behandelte die Moralphilosophie von der Antike bis zum 20. Jahrhunderts ein recht konstantes Themenspektrum, so ist das Feld ethischer Diskussionen heute sehr breit. Vor allem auf dem Teilgebiet der Angewandten Ethik wird die moralische Relevanz aktueller Handlungszusammenhänge für mehr oder weniger alle Bereiche des menschlichen Lebens diskutiert. Großes Interesse erfahren dabei vor allem die Bioethik, Wirtschaftsethik, Umweltethik und Medizinethik.

 

Ethik [zu griechisch éthos »Sitte«, »Brauch«] die, philosophische Auseinandersetzung mit dem Sittlichen, dem Moralischen; vor dem Hintergrund einer Pluralität an Auffassungen hinsichtlich der guten Lebensführung des Menschen und des richtigen Handelns sucht sie Antworten auf die Fragen:

„Was sollen wir tun?“ - „Dürfen wir alles tun, was wir tun können?“

Gegenstände ihrer Betrachtung sind insofern die menschlichen Handlungen, die Gesinnung, aus der diese hervorgehen, die von ihnen erzeugten Wirkungen und die Werte und Normen selbst.

Dabei gilt ein besonderes Augenmerk der Frage nach der individuellen Interpretation dieser Fragen im überprüfenden Vergleich mit den Werten und Normen der betroffenen Gemeinschaft.

 

http://lexikon.meyers.de/wissen/Ethik (veränderte Fassung)

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