|
Herzlich willkommen auf der Homepage des Frobenius-Gymnasiums in Hammelburg. Es freut mich, dass Sie den virtuellen Weg zu uns gefunden haben. Wenn Sie sich durch die Seiten klicken werden Sie feststellen, dass das Frobenius-Gymnasium eine Schule mit einer sehr wechselvollen Geschichte ist. Sie werden aber auch sehen, dass diese Schule voller Leben steckt und sich in vielfältiger Weise bemüht, die Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer globalisierten Welt vorzubereiten.
Die Zeit, als der Namenspatron unseres Gymnasiums lebte und wirkte (ca. 1460 bis 1527) war eine Zeit des Umbruchs. Kurz vor seiner Geburt (1453) wurde Konstantinopel von den Türken erobert und der letzte Rest des Römischen Reiches zerstört. Die Eroberung dieser christlichen Bastion durch die vordringende Macht des jungen Osmanischen Reiches und damit des Islam hatte eine verheerende Wirkung auf das Selbstverständnis des christlichen Europas. Johannes Frobenius hat die Entdeckung Amerikas miterlebt und er war Zeitgenosse des Reformators Martin Luther. Wenige Jahrzehnte später revolutionierten die Astronomen Johannes Kepler, Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei das bis dahin geltende Weltbild. Nichts war mehr wie es noch vor kurzem gewesen war. Was als ewige Wahrheit angesehen und verkündet worden war, galt mit einem Mal nicht mehr. Auch wir leben in einer Zeit des radikalen und vor allem des rasanten Wandels. Das Bildungswesen muss, will und wird sich darauf einstellen. Das bringt Verunsicherung mit sich und auch Unmut darüber, dass nichts mehr verlässlich scheint. Was gestern noch galt, gilt heute schon nicht mehr. Jenseits aller Aufgeregtheiten aber bleibt fest zu halten: Der Wandel ist ein Merkmal menschlicher Entwicklung. Wäre es anders, würden wir noch heute mit unseren Brüdern und Schwestern in den Savannen und Urwäldern umherstreifen und uns um Nüsse und Bananen streiten. Dennoch heißt es sorgfältig zu beobachten und nicht jedem Trend blindwütig hinterher zu hecheln. Nicht alles was sich mit dem Mäntelchen der Moderne schmückt, taugt etwas. Schule braucht Wandel und Visionen. Schule braucht aber auch Beständigkeit. Nur wer auf einem fest gebauten Fundament steht, kann sich in einer Welt des rasanten Wandels dauerhaft behaupten.
Mehr denn je gilt was vor mehr als 60 Jahren im Artikel 131 der Bayerischen Verfassung festgeschrieben wurde: „Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.“ Die Begrifflichkeit entspricht dem Geist der Nachkriegszeit. Wir drücken es heute etwas anders aus und vermitteln kognitive – und Methodenkompetenz oder stärken die sozialen und personalen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Gemeint jedoch ist das Gleiche. In diesem Sinne wollen wir am Frobenius-Gymnasium unseren Bildungsauftrag wahrnehmen. Dr. Roland Bettger (OStD) |
|
|